In der engen und lauten Flugkabine servierte Church mit ruhiger Hand Mahlzeiten und beruhigte nervöse Passagiere. Ihr professionelles Auftreten bewies nicht nur, dass Frauen eine Bereicherung in der von Männern dominierten Luftfahrtbranche sein konnten. In ihrer Pionierrolle verknüpfte Church auch die einfühlsame Betreuung mit Fachwissen und stärkte so das Vertrauen in das neue Verkehrsmittel. Die Einstellungskriterien für Flugbegleiterinnen spiegelten den Zeitgeist: Bewerberinnen mussten tadellos aussehen und durften weder heiraten noch „zu alt“ werden.
Das Konzept erwies sich als Erfolg, und bald setzten weitere Fluggesellschaften auf Stewardessen. Church selbst war aufgrund der Folgen eines Autounfalls nur wenige Jahre als Flugbegleiterin tätig, blieb der Luftfahrt aber verbunden. Ihre Vorreiterrolle hatte nachfolgenden Flugbegleiterinnen den Weg geebnet und Frauen neue Perspektiven aufgezeigt. Obwohl viele damalige Vorschriften heute als sexistisch gelten, prägte Ellen Church mit ihrem Erstflug das Berufsbild der Stewardess und legte einen wichtigen Grundstein für den modernen Passagierservice.





