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Hoffnung in Nordirland
Zeitpunkte · 15. November 1960

Hoffnung in Nordirland

Seit Ende der 1960er Jahre prägten Gewalt, Attentate und tiefe Gegensätze Nordirland. Der Konflikt hatte bereits Tausende Opfer gefordert. Auf der einen Seite stand die katholische Minderheit, die sich benachteiligt fühlte und die Vereinigung mit der Republik Irland anstrebte. Auf der anderen Seite verteidigte die protestantische Mehrheit ihre Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich. Paramilitärische Gruppen wie die IRA oder loyalistische Milizen verschärften mit Anschlägen die Lage.
Autor
DAMALS-Redaktion
31. Oktober 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Am 15. November 1985 unterzeichneten die britische Premierministerin Margaret Thatcher und Irlands Regierungschef Garret FitzGerald im Schloss Hillsborough das Anglo-Irische Abkommen. Es gewährte Dublin erstmals ein offizielles Mitspracherecht in nordirischen Angelegenheiten. Zugleich wurde festgeschrieben, dass eine Vereinigung nur bei Zustimmung der nordirischen Mehrheit erfolgen könne – ein Prinzip, das später zum Grundpfeiler des Friedensprozesses wurde.

Während viele Katholiken das Abkommen begrüßten, sahen die protestantischen Unionisten darin einen Verrat. Trotz des Widerstands markierte das Abkommen einen diplomatischen Durchbruch: London und Dublin erkannten an, dass eine Lösung des Konflikts nur durch Zusammenarbeit möglich war. Auch international wurde das Abkommen als Signal gewertet, dass die jahrzehntelange Gewalt nicht länger allein mit militärischen Mitteln bekämpft werden konnte.

AbkommenNordirlandVereinigung

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