Am 16. September 1180 erhob anschließend Friedrich Barbarossa auf einem Hoftag im thüringischen Altenburg Pfalzgraf Otto V. von Wittelsbach zum Herzog von Bayern. Otto war seinerseits ein enger Vertrauter und alter Kampfgefährte des Kaisers. Die Wittelsbacher waren seit 1121 Pfalzgrafen und damit die Stellvertreter des Königs in Bayern. Mit Otto V. (als Herzog: Otto I.) besetzte Barbarossa das Herzogtum Bayern mit einem loyalen Gefolgsmann, der sich als Pfalzgraf bewährt hatte und dessen Familie in Bayern verwurzelt und bestens vernetzt war.
Der Hoftag von Altenburg und die Erhebung Ottos von Wittelsbach markieren nicht nur die Neuordnung der Machtstrukturen des Reichs nach dem Sturz Heinrichs des Löwen. Für Bayern war das Ereignis geradezu epochal, denn es wurde die nächsten 738 Jahre – bis zum Ende des Ersten Weltkriegs – von den Wittelsbachern regiert.





