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Aufstieg der Wittelsbacher
Zeitpunkte · 16. September 1180

Aufstieg der Wittelsbacher

Der Sturz Heinrichs des Löwen war ein Paukenschlag. Einst enger Vertrauter Kaiser Friedrich Barbarossas und einer der mächtigsten Fürsten des römisch-deutschen Reiches, wurden ihm 1180 in einem lehenrechtlichen Prozess wegen Rechtsbruchs alle Reichslehen entzogen, darunter die Herzogtümer Sachsen und Bayern. Der Welfe selbst musste ins Exil gehen. Sachsen wurde in zwei Teile aufgeteilt und fiel an den Erzbischof von Köln und Graf Bernhard von Anhalt. Und Bayern? Das wurde zunächst um die Steiermark verkleinert, die zum eigenen Herzogtum wurde.
Autor
DAMALS-Redaktion
08. September 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Am 16. September 1180 erhob anschließend Friedrich Barbarossa auf einem Hoftag im thüringischen Altenburg Pfalzgraf Otto V. von Wittelsbach zum Herzog von Bayern. Otto war seinerseits ein enger Vertrauter und alter Kampfgefährte des Kaisers. Die Wittelsbacher waren seit 1121 Pfalzgrafen und damit die Stellvertreter des Königs in Bayern. Mit Otto V. (als Herzog: Otto I.) besetzte Barbarossa das Herzogtum Bayern mit einem loyalen Gefolgsmann, der sich als Pfalzgraf bewährt hatte und dessen Familie in Bayern verwurzelt und bestens vernetzt war.

Der Hoftag von Altenburg und die Erhebung Ottos von Wittelsbach markieren nicht nur die Neuordnung der Machtstrukturen des Reichs nach dem Sturz Heinrichs des Löwen. Für Bayern war das Ereignis geradezu epochal, denn es wurde die nächsten 738 Jahre – bis zum Ende des Ersten Weltkriegs – von den Wittelsbachern regiert.

AltenburgBayernOtto

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