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Neubau der Petersbasilika
Zeitpunkte · 18. April 1451

Neubau der Petersbasilika

Seit der Weihe 1626 prägt die Kuppel des „neuen“ Petersdoms das Stadtbild Roms (Gemälde von Ippolito Caffi, 1850). akg-images

Die wichtigste Kirche der Christenheit war baufällig geworden. Die fünfschiffige Basilika, einst von Kaiser Konstantin auf dem Vatikanhügel in Rom über dem Grab des Apostels Petrus errichtet, hatte über die Jahrhunderte hinweg zahllose Pilger gesehen, war Schauplatz von Kaiserkrönungen und Zeugin von Weltgeschichte. Doch restauriert wurde sie nie. Nachdem man schon 1451 offiziell dokumentiert hatte, dass die Petersbasilika akut einsturzgefährdet sei, versuchten sich mehrere Päpste an Plänen für einen Neubau. Viel zu verlockend war die Chance, mit dem Bau einer neuen, viel größeren Basilika den eigenen Ruhm zu mehren und unsterblich zu werden. Papst Julius II. nahm das Bauprojekt schließlich in Angriff.
Autor
DAMALS-Redaktion
01. April 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Am 18. April 1506 wurde der Grundstein der neuen Petersbasilika gelegt, die, das war Julius’ Ziel, die grandioseste Kirche der Christenheit werden sollte. Ihre Vollendung erlebte er jedoch genauso wenig wie der Baumeister Bramante. Der kam nicht voran, änderte immer wieder seine Pläne und starb schließlich. Zahlreiche bedeutende Renaissancekünstler Italiens, unter ihnen Michelangelo, arbeiteten an dem monumentalen Bau, änderten dieses, ergänzten jenes. Die Unsummen, die das Unternehmen verschlang, wurden teils durch den lukrativen Verkauf von Ablassbriefen finanziert und so zum Katalysator für die Reformation. Als der neue Petersdom im Jahr 1626 endlich geweiht werden konnte, war Europa konfessionell tief gespalten.

Petersbasilika

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