Am 18. April 1506 wurde der Grundstein der neuen Petersbasilika gelegt, die, das war Julius’ Ziel, die grandioseste Kirche der Christenheit werden sollte. Ihre Vollendung erlebte er jedoch genauso wenig wie der Baumeister Bramante. Der kam nicht voran, änderte immer wieder seine Pläne und starb schließlich. Zahlreiche bedeutende Renaissancekünstler Italiens, unter ihnen Michelangelo, arbeiteten an dem monumentalen Bau, änderten dieses, ergänzten jenes. Die Unsummen, die das Unternehmen verschlang, wurden teils durch den lukrativen Verkauf von Ablassbriefen finanziert und so zum Katalysator für die Reformation. Als der neue Petersdom im Jahr 1626 endlich geweiht werden konnte, war Europa konfessionell tief gespalten.





