Die Ausstellung im LVR-LandesMuseum stellt diese faszinierende und immer noch aktuelle Vision in einen zeitgeschichtlichen, keineswegs immer nur friedfertigen Zusammenhang. Die Besucher der Ausstellung sehen unter anderem die im Auftrag von Zar Nikolaus II. entstandenen Farbfotografien des Russischen Reiches von Sergei M. Prokudin-Gorskii, das werbeträchtige „Stollwerck-Album“, das einflussreiche Großprojekt „Bilder aus den deutschen Kolonien“ oder das „Kaiserpanorama“, dessen Farbbilder in 3D damals wie heute faszinieren. Die Ausstellung hat das Ziel, seine Besucher in eine Welt, die ansonsten eher nur in schwarz-weiß bekannt ist, eintauchen zu lassen. Sie können in einigen der kostbaren Farbfotobüchern im Original blättern und sich mit der Technik aus dem Jahr 1902 selber fotografieren.
Die Ausstellung ist Teil des LVR-Verbundprojekts „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ und läuft vom 24. September 2013 bis 23. März 2014. Die Schau in Bonn bildet den Auftakt zu dem Projekt mit zahlreichen Ausstellungen, Exkursionen und einem Kongress zu der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie der amerikanische Historiker George F. Kennan den Ersten Weltkrieg bezeichnete.
Bild auf der Startseite: Albert Kahn, Les Archives de la planète Auguste Léon: Bosnien-Herzegowina, Sarajevo, Brothändler auf dem Markt, 15. Oktober 1912. (Musée Albert-Kahn, Département des Hauts-de-Seine)





