Das Luftschiff LZ1 als Abkürzung von „Luftschiff Zeppelin 1“ bestand aus einem Aluminiumgerippe und markierte damit den ersten großen Einsatz des Leichtmetalls in der Luftfahrt. Im Inneren des zigarrenförmigen Flugkörpers befanden sich mehrere mit Wasserstoff gefüllte Gaszellen, umhüllt von einer Hülle aus lackiertem Stoff. Zwei Daimler-Motoren trieben vier Propeller an und ermöglichten eine Steuerung, was das Luftschiff von den unmotorisierten Ballonen früherer Zeiten abhob.
Gegen acht Uhr an jenem Sommerabend glitt LZ1 vom schwimmenden Hangar in der Manzeller Bucht bei Friedrichshafen auf den See hinaus und stieg unter dem Jubel von Tausenden Schaulustigen majestätisch in den Himmel. Etwa 18 Minuten schwebte der Zeppelin über dem Bodensee, bevor ihn ein technischer Defekt zur Landung auf dem Wasser zwang.
Das Unternehmen war gewissermaßen ein erfolgreicher Fehlschlag. Zum ersten Mal hob zwar ein lenkbares, motorisiertes Starrluftschiff ab und bewies, dass eine kontrollierte Luftfahrt mit ihm möglich war, aber bis zu einem durchschlagenden Erfolg sollte es noch dauern. Erst der Erste Weltkrieg verhalf den Zeppelinen zum Durchbruch.





