Auch die Römer in der Hauptstadt profitierten von den Stauseen, denn aus ihnen wurde über den Aquädukt Anio Novus Trinkwasser bis ins nahe Rom geleitet. Entsprechend wichtig war die Instandhaltung der monumentalen Staumauer, die allerdings nach dem Untergang des Römischen Reiches dem zunehmenden Verfall preisgegeben wurde. Fast erscheint es als Wunder, dass das Bauwerk noch fast 1300 Jahre seinen Dienst tat, ehe es am 20. Februar 1305 zerbarst.
Spätere Überlieferung gab Mönchen die Schuld, die Steine aus der Mauer entfernt hätten, um den Seespiegel zu senken. Tatsächlich dürfte es ein schweres Unwetter mit Überschwemmungen aus den nahen Bergen gewesen sein, denen die in die Jahre gekommene Staumauer nicht mehr standhalten konnte. Das Subiaco-Tal wurde durch das Unglück schwer getroffen, und ganze Siedlungen sind von den Wassermassen hinweggeschwemmt worden.





