Am 20. Oktober 1740 trat daher Maria Theresia als Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen und der Habsburgischen Erblande das Erbe ihres Vaters an. Zwar war sie sehr gebildet, doch zu einer Herrscherin war sie nicht erzogen worden. Kaum jemand schien ihr zuzutrauen, sich im europäischen Konzert der Mächtigen zu behaupten. Bald schon sollte Maria Theresia ihre Kritiker Lügen strafen.
Zunächst aber wollten die europäischen Mächte von ihrer einstigen Zustimmung zur Pragmatischen Sanktion nichts mehr wissen und versuchten, die vermeintliche Schwäche Maria Theresias auszunutzen. So verweigerten nicht nur Bayern und Sachsen die Anerkennung der Habsburgerin und meldeten Erbansprüche auf die habsburgischen Erblande an; vor allem Preußenkönig Friedrich II. wurde zu Maria Theresias großem Gegenspieler. Sein Bestreben, Schlesien in sein Reich einzugliedern, führte zum Österreichischen Erbfolgekrieg.





