Man warf Jeanne vor, sie habe sich als Prophetin und Gottesgesandte ausgegeben, Männerkleidung getragen und sich gegen die Autorität der Kirche gestellt. Jeanne war einfacher Herkunft und konnte weder lesen noch schreiben, doch verteidigte sie sich wacker gegen die rhetorischen Angriffe ihrer gelehrten Ankläger. Auf die Unterstützung König Karls VII. von Frankreich konnte sie dabei nicht hoffen. Der verdankte ihr nach der Befreiung von Orléans zwar seine Krone, distanzierte sich danach jedoch von ihr. Am Ende lautete das Urteil: schuldig der Häresie. Unter dem Druck der Anklage widerrief Jeanne zwar, im Auftrag Gottes gehandelt zu haben, trat schließlich aber von diesem Widerruf zurück. Im Mai 1431 wurde sie auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.





