Kaum hatte die mit Journalisten überfüllte Bahn die Fahrt aufgenommen, geriet Tuffi in Panik. Berichten zufolge erschrak sie aufgrund einer vorbeifahrenden Straßenbahn, begann zu trompeten und stampfte unruhig hin und her. Schließlich durchbrach das rund 500 Kilogramm schwere Tier die Seitenwand des Waggons und stürzte aus etwa zehn Metern Höhe in die dort nur knietiefe Wupper. Passanten und Schaulustige hielten den Atem an. Tuffi hatte allerdings Glück im Unglück: Der Sturz wurde im weichen Schlamm aufgefangen, und der Elefant verletzte sich zwar leicht, zog sich jedoch – zur Überraschung der Tierärzte – keine Knochenbrüche zu. Noch am selben Abend trat Tuffi wieder im Zirkus auf. Große Medienaufmerksamkeit war damit sicher, und der Zwischenfall entwickelte sich zu einem PR-Coup für den Zirkus Althoff.
Das Ereignis führte allerdings zu einem juristischen Nachspiel: Zirkusdirektor Althoff und ein Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtwerke wurden wegen fahrlässiger Transportgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilt. Tuffi lebte bis zuletzt in Zirkussen und verstarb 1989 in Frankreich.





