Ein solcher zentraler Handelsplatz sollte nun auch in London entstehen. Das Grundstück zwischen Cornhill und Threadneedle Street im Herzen Londons erhielt er von der Stadt und der Kaufmannsgilde, die Baukosten für das Gebäude trug er selbst. Am 23. Januar 1571 wurde Londons Börse offiziell durch Königin Elisabeth I. eingeweiht, die ihr den Namen „Royal Exchange“ verlieh sowie die Erlaubnis, Alkohol und andere Güter zu verkaufen. An sechs Tagen die Woche geöffnet, war die Börse nicht nur Handelsplatz, sondern mit diversen Geschäften im selben Gebäude zugleich auch Londons erstes Kaufhaus. Obwohl Aktienhändler aufgrund ihres angeblich schlechten Benehmens zunächst keinen Zutritt zur Royal Exchange hatten, war sie die Keimzelle und das Herz der City of London als wachsendes Finanz- und Wirtschaftszentrum. Nach zwei Großfeuern und Neubauten ist das Gebäude der Royal Exchange heute ein klassizistischer Bau des 19. Jahrhunderts. Allerdings beherbergt es inzwischen Luxusgeschäfte.





