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Schock nach dem Fall Roms
Zeitpunkte

Schock nach dem Fall Roms

„Mir stockt die Stimme, und beim Diktieren ersticken unter Schluchzen meine Worte.“ So klagte der Kirchenvater Hieronymus in einem Brief als Reaktion auf die Plünderung Roms. Seit dem Keltenzug unter Brennus hatte fast 800 Jahre lang kein Feind Rom eingenommen. Doch die politische Gemengelage um 400 war genauso…
01. August 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Die Römer bedienten sich „barbarischer“ Krieger, die sie mit Geld und Land entlohnten. Im westlichen Reich, wo nicht der junge Kaiser Honorius das Sagen hatte, sondern sein Heermeister Stilicho, wollte dieser den hohen Forderungen des westgotischen Anführers Alarich nachkommen. Doch als Stilicho einer Intrige zum Opfer fiel, waren auch seine Zusagen nichtig. Nach einem unwürdigen Hin und Her des lavierenden Honorius war Alarichs Geduld erschöpft, und er ließ die Ewige Stadt plündern. Wohl am 24. August 410 begann das dreitägige Wüten der Goten, die der Überlieferung zufolge aber immerhin die Kirchen verschonten.

Eine emotionale Schockwelle durchlief das ganze Reich: Die Heiden gaben dem erstarkenden Christentum die Schuld, der Kirchenvater Augustinus verfasste als theologische Antwort seine wirkmächtige Schrift „Gottesstaat“. Nur Kaiser Honorius, der in Ravenna residierte, soll sich angesichts der Botschaft, mit Rom sei es zu Ende, relativ schnell wieder beruhigt haben. Der passionierte Hühnerzüchter glaubte irrtümlich, es handle sich dabei um seine Lieblingshenne namens Roma.

HonoriusKaiserStilicho

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