Am 25. Juni 1080 wurde schließlich ein Absetzungsverfahren gegen Gregor VII. eingeleitet und mit Wibert von Ravenna, einem ehemaligen Parteigänger und mittlerweile erbitterten Widersacher Gregors, als Clemens III. gleich ein neuer Papst gewählt – für den Fall, dass es tatsächlich gelingen würde, Gregor vom Papstthron zu stoßen.
Diese Papstwahl hätte vielleicht weniger Konsequenzen gehabt, wenn nicht Gregors Position entscheidend geschwächt worden wäre, als noch im selben Jahr der von ihm unterstützte Rudolf von Rheinfelden auf dem Schlachtfeld bei Hohenmölsen tödlich verwundet wurde. Jetzt ging Heinrich IV. zügig daran, seine Königsherrschaft im Reich zu konsolidieren, die Absetzung Papst Gregors VII. tatsächlich herbeizuführen und von Clemens III. als neuem Papst in Rom die Kaiserkrone zu empfangen. Beides sollte ihm schließlich im Jahr 1084 gelingen.





