Zum thematischen Schwerpunkt der Projektförderung 2011 werden u.a. Film- und Ausstellungsprojekte, aber auch Materialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit erstellt. Hierzu gehört u.a. ein Ausstellungsvorhaben der astfilm productions, das sich mit einer multimedialen Sonderschau „Mauerperspektiven“ zuwendet. Eine Fotoausstellung von Arwed Messmer und Annet Gröschner wendet sich dem 50. Jahrestag des Mauerbaus 1961 „Aus anderer Sicht – Fotografische Proto-kolle der Berliner Mauer (1966/2010) zu. Die Ausstellung mit dem Titel „ZOV Sportverräter – Spitzensportler auf der Flucht“ des Zentrums
deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V. greift das Thema der Sportlerfluchten von Ost nach West auf. Auch die Wanderausstellung der sächsischen Universitäten und Hochschulen mit dem Titel „Eingemauert“ erhält Projektförderung der Bundesstiftung. Vierzig Tafeln sollen die Geschichte der sächsischen Universitäten am Vorabend des Mauerbaus mit Schwerpunkt auf die Folgen der totalen Abriegelung der DDR für die Universitäten erzählen. Ein Tagungsvorhaben der UOKG widmet sich den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze und rückt damit ein oftmals im Schatten der dramatischen Ereignisse des Mauerbaus und seiner Folgen weniger beachtetes Unrecht der SED-Diktatur in den Mittelpunkt.
Im Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung werden u.a. die Projekte des Zeitbild Verlags: „Zeitbild Wissen 1961/2011 – 50 Jahre Mauerbau“, Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe 1 und 2 so-wie der capito – Agentur für Bildungskommunikation: Wettbewerb „Werde Mauerkünstler“ für SchülerInnen der Sekundarstufe I unterstützt.
Auch 2011 werden wieder Dokumentarfilmprojekte durch die Förderung der Bundesstiftung realisiert werden können. Dazu zählen die Projekte der Leipziger Dok-Filmwochen GmbH, die mit einem Sonderprogramm und einem Symposium „Das Jahr 1961“ im Rahmen des 54. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm aufgreifen oder das 8. Neiße Filmfestival, das mit der Filmreihe „Mauerbau – innere Emigration“ der Kunst-Bauer-Kino e.V. hervortritt. Die Filmreihe widmet sich der Vorgeschichte des Mauerbaus, der damaligen gesellschaftlichen und politischen Situation vor allem in osteuropäischen Staaten. Der ebenfalls geförderte Dokumentarfilm „Kurt Lichtenstein“ erinnert an das erste Todesopfer an der innerdeutschen Grenze und wird von Havel-Film Babelsberg realisiert. Eine Film-Veranstaltungsreihe der Stiftung Berliner Mauer und des Wilhelm-Fraenger-Instituts wird im August 2011 „Kino auf dem Todesstreifen“ präsentieren. Hier werden Spielfilme und Wochenschauberichte aus den Monaten vor und den ersten Jahren nach dem Mauerbau gezeigt. Die Open Air Filmvorstellungen werden von prominent besetzten Podiumsrun-den kommentiert werden.





