Beim Entfernen der Reste der Hausruine konnte das Team um Marko Mele, Prähistoriker am Universalmuseum Joanneum, einen sehr gut erhaltenen Feuerbock aus Ton und viele verkohlte Holzbalken bergen. Die aus Ton hergestellten Feuerböcke werden manchmal auch als Mondidole bezeichnet, weil ihre Form an einen Halbmond erinnert. Sie sind typisch für die eisenzeitlichen Siedlungen und Gräberfelder des Ostalpenraums. Einige Forscher meinen, dass diese Objekte als Mondkalender zu deuten sind und mit Priesterinnen in Verbindung gebracht werden können.
Besonders interessant aus Sicht der Archäologen waren die Reste der Holkonstruktion. Dass in einer 2.700 Jahre alten verbrannten Hausruine ein derartiger Fund gemacht wurde, ist einmalig. Es konnten sogar einzelne Hölzer unterschieden und Verbindungszapfen und andere Bauelemente identifiziert werden. Der Fund wurde in einem Block geborgen, damit an ihm naturwissenschaftliche Analysen (Dendrochronologie und Holzartenbestimmungen) durchgeführt werden können.
Die Archäologen waren Mitte Januar zu einer Sicherungsgrabung gerufen worden, weil auf dem Gelände ein Weinberg neu angelegt werden soll. Der Fund bestätigt, dass sich eine der bedeutendsten Siedlungen der älteren Eisenzeit im Südostalpenraum nicht nur auf dem Gipfel und den Nordterrassen des Burgstallkogels befand, sondern vermutlich den ganzen Berg eingenommen hat.





