Das sich anschließende Festbankett war zweifellos ein Höhepunkt höfisch-ritterlicher Kultur und Prachtentfaltung. Und doch blieb das Ereignis tragisch überschattet: Vertreter der jüdischen Gemeinde, die dem neuen König Geschenke überbringen wollten, wurden von Angehörigen des Hofs brutal geschlagen und verjagt, was sich zu gewaltsamen Pogromen der Londoner gegen die jüdische Bevölkerung auswuchs. Wütend ließ Richard die Schuldigen bestrafen, war dies doch alles andere als ein guter Auftakt für seine Regentschaft. Will uns der Chronist deshalb rückblickend wissen lassen, dass Richard bei der Krönungszeremonie eine Fledermaus um den Kopf flatterte und unheimliches Glockengeläut zu hören war – womöglich als böses Omen für seine Herrschaft?





