Als er hörte, dass Jan Hus auf dem Konstanzer Konzil entgegen dem zugesicherten freien Geleit verhaftet worden war, reiste er trotz Warnungen an den Bodensee, um dem Freund zu helfen. Die Sache war aussichtslos, Hus’ Hinrichtung war nicht zu verhindern, und Hieronymus wusste, dass auch er verhaftet werden sollte. Unerkannt versuchte er, nach Prag zurückzureisen. Doch unterwegs griff man ihn auf, lieferte ihn nach Konstanz aus und kerkerte ihn dort ein. Um einer Verurteilung zu entgehen, sagte sich Hieronymus von Jan Hus und der reformatorischen Lehre los, widerrief dies aber, als ihm klar wurde, dass seine Redekunst nichts nützen und er dem Scheiterhaufen nicht entkommen würde. Er wurde vom Konstanzer Konzil der Ketzerei schuldig gesprochen und am 30. Mai 1416 grausam hingerichtet.





