Akademiemitglieder wie die Gebrüder Alexander und Wilhelm von Humboldt, Adolf von Harnack, Friedrich Schleiermacher und Christoph Wilhelm Hufeland gehören zu den geistigen Vätern und Initiatoren grundlegender institutioneller Entwicklungen der Berliner Wissenschaftslandschaft mit Wirkungen weit über die Stadt hinaus.
Kurfürst Friedrich III. hatte mit der Unterzeichnung des von Gottfried Wilhelm Leibniz entworfenen Stiftungsbriefs und der Generalinstruktion zwar bereits im Jahre 1700 über die Gründung der Kurfürstlich Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften entschieden. Ihr erstes Statut jedoch wurde erst im Jahre 1710 erlassen und im selben Jahr erschien auch der erste Band der von Leibniz gegründeten wissenschaftlichen Publikationsreihe “Miscellanea Berolinensia”. Im Januar 1711 schließlich wurde die Sozietät feierlich eröffnet. Als Preußische Akademie der Wissenschaften gelangte sie weltweit zu Ruhm und Ansehen. Im Sommer 1992 wurde in deren Tradition die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften neukonstituiert.
Im Jubiläumsjahr wird die Akademie die mehr als 300-jährige Geschichte der Berliner Wissenschaftsakademie für die breite Öffentlichkeit mit einem vielschichtigen wissenschaftlichen und kulturellen Programm reflektieren und erlebbar machen.
Unter dem Titel Rechnen, Ordnen, Interpretieren bietet die Akademie von September 2010 — Januar 2011 Veranstaltungen des “Schülerlabors Geisteswissenschaften” zur zentralen Ausstellung “WeltWissen” im Martin-Gropius-Bau an. In drei- bis vierstündigen interaktiven Schülerlaboren können Jugendliche der Oberstufe wichtige Themenstränge der zentralen Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2010 vertiefen.
In der gemeinsamen Jubiläumswoche von Charite, Humboldt-Universität zu Berlin und Akademie im Oktober 2010 veranstaltet die Akademie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hermann und Elise geborene Heckmann Wentzel-Stiftung am 14./15. Oktober 2010 eine Internationale Tagung zum Thema “Wissenschaft und Mäzenatentum”. Bedingungen, Erfolge, aber auch Rückschläge privater Wissenschaftsunterstützung werden beleuchtet – von der höfischen Förderung im 18. und 19. Jahrhundert über die Blütezeit des Wilhelminischen Kaiserreichs und die neuen Ansätze in der Weimarer Republik bis heute.
Ebenfalls in der Festwoche findet in der Reihe “Academies meet” in Kooperation mit der Russischen Akademie der Wissenschaften ein Deutsch-Russisches Symposium zur Molekularen Neurobiologie statt – ein interdisziplinäres Gespräch zwischen Naturwissenschaftlern, Medizinern und Genetikern.
Weitere Programmpunkte sind:





