Zu dessen Lebzeiten hatte der Thronfolger unter der Strenge seines oft brutalen und jähzornigen Vaters stark gelitten. Der „Soldatenkönig“ mit seiner Vorliebe für alles Militärische hatte wenig Verständnis für Kunst, Musik oder Philosophie, die hingegen seinen musisch begabten Sohn außerordentlich interessierten.
Nun marschierte dieser in Uniform hinter dem Leichenwagen her, bereit, sein Erbe anzutreten. Der verstorbene König hatte Friedrich einen straff organisierten Staat mit funktionierender Verwaltung hinterlassen. Im Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) konnte der später mit dem Ehrentitel „der Große“ versehene Monarch zudem auf eine hervorragend ausgebildete Armee zurückgreifen und sich dank eines ausgeglichenen Staatshaushalts nicht zuletzt auch den Künsten widmen.





