Die Unterhandlungen zu Richards Freilassung hatten bereits unmittelbar nach seiner Gefangennahme begonnen. Am Ende musste der König einer gigantischen Lösegeldsumme von 150 000 Mark Silber zustimmen. Zwei Drittel davon waren in Reinsilber – umgerechnet über 23 Tonnen – zu zahlen, der Rest in Form von Geiseln. Während sein Bruder Johann die Zahlung verweigerte und selbst nach der englischen Krone griff, war es seine Mutter Eleonore von Aquitanien, die königlichen Besitz buchstäblich versilberte und Kleriker und Ritter zu Sondersteuern zwang, um die geforderte Summe aufbringen zu können. Am Ende war es Eleonore, die ihren Sohn am 4. Februar 1194 als freien Mann in Mainz in Empfang nehmen konnte.





