Koronator wurde schließlich der päpstliche Gesandte Pierre Bertrand de Colombier, Kardinalbischof von Ostia. Seinem persönlichen Sekretär Johannes Porta de Annoniaco verdanken wir einen Augenzeugenbericht der Kaiserkrönung.
Er schildert, wie Karl IV. an jenem Ostersonntag durch die von Menschen gesäumten Straßen zur Petersbasilika zog und wie zunächst er und dann seine Gemahlin Anna von Schweidnitz gekrönt wurden. Wir erfahren weiter, dass das Kaiserpaar eine prunkvolle Prozession zum Lateranpalast anführte, wo das Krönungsmahl stattfand. Dann aber nahmen die Feierlichkeiten ein abruptes Ende, als Karl IV. und sein Gefolge die Stadt verließen – es war nämlich mit dem Papst vereinbart worden, dass der Kaiser sich nur am Krönungstag in Rom aufhalten werde.





