Der Herzog kam damit einer jahrelangen Forderung des Stadtrats von Landshut nach und folgte außerdem dem Beispiel Herzog Albrechts III. von Bayern-München, der nur wenige Jahre zuvor die Juden aus seinem Herzogtum vertrieben hatte. Auch die Juden von Bayern-Landshut – nicht nur die Gemeinde in der Residenzstadt – mussten binnen weniger Tage das Herzogtum verlassen. Wer der Vertreibung entgehen wollte, musste sich taufen lassen. Die meisten Vertriebenen aber ließen sich in Regensburg nieder.
Das hohe Lösegeld, das er den Juden abpresste, kam dem Herzog übrigens sehr gelegen: Es erlaubte ihm, zwei Jahre später eine prunkvolle Feier anlässlich seiner Hochzeit auszurichten.





