Die Restaurierung des als Kodex “Ink 1333“ im Gutenberg-Museum verzeichneten Werks ermöglichte eine Spendenaktion des von der Kulturstiftung der Länder herausgegebenen Kultur-Magazins „ars pro toto“.
Die sechsmonatige Restaurierung führte die Restauratorin Vera Gunder aus. Sie stand in enger Absprache mit der Papierrestauratorin des Gutenberg-Museums, Annette Lang-Edwards, und der zuständigen Kuratorin der Abteilung Buchkunst des 15. bis 18. Jahrhunderts des Museums, Dr. Cornelia Schneider.
Unter anderem wurden Brandlöcher und der Buchblock restauriert, der im wahrsten Sinne des Wortes nur noch „fadenscheinig“ zusammenhielt. Vera Gunder heftete ihn neu. Sie ersetzte außerdem den fehlenden Vorderdeckel aus Holz, besserte weitere Fehlstellen aus und überzog das Stück an den ergänzten Partien mit einem Kalbsleder-Überzug, der im Farbton des erhaltenen Leders eingefärbt wurde. Durch diese Maßnahmen kann der Frühdruck wieder ohne Bedenken gelesen werden.
Das Gutenberg-Museum besitzt mit etwa 3 000 Erzeugnissen des frühen Buchdrucks (Inkunabeln) eine der größten und bedeutendsten Sammlungen in Deutschland, darunter zwei der weltberühmten 42-zeiligen Gutenberg-Bibeln.





