Die Stuttgarter Ausstellung stellt bewusst nicht die Flucht und Vertreibung in den Vordergrund, sondern die Ankunft der Vertriebenen in ihrer neuen Heimat. Wesentlicher Grundstein für den Neubeginn war die Charta von 1950, auch „Grundgesetz“ der Heimatvertriebenen genannt. Sie formulierte das Selbstverständnis der Vertriebenen: Die Betonung ihrer christlichen Wertegrundlage und den Verzicht auf Vergeltung verbanden sie mit dem Aufruf zur Teilhabe an der Gesellschaft und der Forderung nach einem Recht auf Heimat in der Bundesrepublik. Kritiker warfen den Verfassern der Charta dagegen Revanchismus und ein Ausblenden der Vergangenheit vor, da sie nicht auf die zuvor durch das Nazi-Regime verursachte Vertreibung ost-mitteleuropäischer Bevölkerungsteile eingingen.
Der Eintritt zu der Ausstellung im Museum an der Stuttgarter Kulturmeile ist kostenlos.





