„Psycho“ gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Die Duschszene, mit 78 Einstellungen in 45 Sekunden, ist Ikone und Schockmoment zugleich. Bernard Herrmanns dissonanter Geigensoundtrack tat sein Übriges, um das Publikum zu verstören. In Deutschland reagierte man mit Faszination und Furcht zugleich – es gab Proteste, aber auch volle Kinosäle. Der Thriller ebnete den Weg für das moderne Horrorgenre, beeinflusste Regisseure von Brian De Palma bis David Lynch – und machte Norman Bates zur Blaupause des filmischen Serienkillers. Dass Hitchcock sein Werk in Schwarz-Weiß und mit geringem Budget inszeniert hatte, macht „Psycho“ nur umso wirkungsvoller. Ein Klassiker war geboren – unter Schock.





