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Schock unter der Dusche
Zeitpunkte · 7. Oktober 1960

Schock unter der Dusche

Ein Messer, ein Duschvorhang, ein schriller Geigenklang: Am 7. Oktober 1960 kam Alfred Hitchcocks „Psycho“ in die westdeutschen Kinos – und nichts mehr war im Film wie zuvor. Der britische Regisseur brach mit Konventionen und verwandelte ein scheinbar harmloses Roadmovie in einen nervenzerreißenden Albtraum. Im Zentrum stand die junge Sekretärin Marion Crane (Janet Leigh), die mit gestohlenem Geld auf der Flucht in einem abgelegenen Motel strandete. Ihre Ermordung unter der Dusche – früh im Film, aus heiterem Himmel – war ein Tabubruch: Die vermeintliche Hauptfigur starb nach nur 30 Minuten. Das Grauen verschob sich auf Norman Bates (Anthony Perkins), den schüchternen Motelbetreiber mit dunkler Seele.
Autor
DAMALS-Redaktion
30. September 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

„Psycho“ gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Die Duschszene, mit 78 Einstellungen in 45 Sekunden, ist Ikone und Schockmoment zugleich. Bernard Herrmanns dissonanter Geigensoundtrack tat sein Übriges, um das Publikum zu verstören. In Deutschland reagierte man mit Faszination und Furcht zugleich – es gab Proteste, aber auch volle Kinosäle. Der Thriller ebnete den Weg für das moderne Horrorgenre, beeinflusste Regisseure von Brian De Palma bis David Lynch – und machte Norman Bates zur Blaupause des filmischen Serienkillers. Dass Hitchcock sein Werk in Schwarz-Weiß und mit geringem Budget inszeniert hatte, macht „Psycho“ nur umso wirkungsvoller. Ein Klassiker war geboren – unter Schock.

NormanOktoberPsycho

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