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Die Bavaria erhebt sich
Zeitpunkte · 9. Oktober 1850

Die Bavaria erhebt sich

Mit feierlichem Pomp wurde am 9. Oktober 1850 vor der neu errichteten Ruhmeshalle in München ein Monument enthüllt, das bayerischen Stolz in Bronze goss: die Bavaria. Die kolossale Frauenfigur, Symbol der Stärke und Tugend des bayerischen Volkes, überragte mit ihren 18,5 Metern viele andere Statuen ihrer Zeit. Über 90 Tonnen schwer, gefertigt aus rund 1500 Einzelteilen und gegossen in der Königlichen Erzgießerei, war sie ein Meisterwerk moderner Guss- und Ingenieurskunst.
Autor
DAMALS-Redaktion
30. September 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Entworfen worden war die allegorische Gestalt von Ludwig Schwanthaler, realisiert von den Erzgießern Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von Miller. In ihrer linken Hand hält sie einen Lorbeerkranz, Symbol des Ruhms, mit der rechten stützt sie ein Schwert. Neben ihr ruht ein mächtiger Löwe – Sinnbild bayerischer Kraft und Wehrhaftigkeit. Die Bavaria sollte ein aufstrebendes Nationalgefühl im Deutschen Bund verkörpern und zugleich die bayerische Eigenständigkeit unterstreichen, die König Ludwig I. mit der Ruhmeshalle als Ehrenhalle für bedeutende Bayern betonen wollte. Die Einweihung im Jahr 1850 erfolgte ohne König Ludwig I., der im Zuge der Revolution von 1848 hatte abdanken müssen. Sein Sohn Maximilian II. vollendete das Werk seines Vaters.

Die begehbare Statue, deren Kopf über eine Wendeltreppe erreichbar ist, zieht seit 1850 Schaulustige in ihren Bann – und steht bis heute als bronzene Wächterin über der Theresienwiese, auf der jedes Jahr das Oktoberfest gefeiert wird.

1850BavariaLudwig

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