Entworfen worden war die allegorische Gestalt von Ludwig Schwanthaler, realisiert von den Erzgießern Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von Miller. In ihrer linken Hand hält sie einen Lorbeerkranz, Symbol des Ruhms, mit der rechten stützt sie ein Schwert. Neben ihr ruht ein mächtiger Löwe – Sinnbild bayerischer Kraft und Wehrhaftigkeit. Die Bavaria sollte ein aufstrebendes Nationalgefühl im Deutschen Bund verkörpern und zugleich die bayerische Eigenständigkeit unterstreichen, die König Ludwig I. mit der Ruhmeshalle als Ehrenhalle für bedeutende Bayern betonen wollte. Die Einweihung im Jahr 1850 erfolgte ohne König Ludwig I., der im Zuge der Revolution von 1848 hatte abdanken müssen. Sein Sohn Maximilian II. vollendete das Werk seines Vaters.
Die begehbare Statue, deren Kopf über eine Wendeltreppe erreichbar ist, zieht seit 1850 Schaulustige in ihren Bann – und steht bis heute als bronzene Wächterin über der Theresienwiese, auf der jedes Jahr das Oktoberfest gefeiert wird.





