Fast gleichzeitig brach ein beispielloser Goldrausch aus: 1848 entdeckte James W. Marshall an Sutter’s Mill Gold, und Zehntausende Glückssucher aus aller Welt strömten in den „Golden State“ und erhöhten die Bevölkerung Kaliforniens schlagartig auf über 100 000. Die rasche Besiedlung und der wirtschaftliche Boom machten Kalifornien zum politischen Sonderfall: Ohne zuvor ein US-Territorium gewesen zu sein, beantragte es direkt den Status eines Bundesstaats – und erhielt ihn. Der Kongress nahm Kalifornien am 9. September 1850 offiziell als sklavenfreien Staat in die Union auf. Der Beitritt war Teil des „Kompromisses von 1850“, der den brüchigen Frieden zwischen Nord- und Südstaaten in der Sklavenfrage sichern sollte.
Kaliforniens Aufnahme markierte auch den endgültigen Schritt der USA Richtung Pazifischen Ozean. Leidtragende dieser imperialistischen Expansionspolitik war die regionale indigene Bevölkerung, die fast vollständig vernichtet oder zur Assimilation gezwungen wurde.





