In der Frage der abendländischen Kirchenspaltung traf er keine Entscheidungen, und auch einen allgemeinen Landfrieden konnte er erst nach jahrelangen schweren Konflikten mit Fürsten und Städtebünden durchsetzen. Immer mehr zog sich Wenzel aus den Reichsgeschäften zurück und konzentrierte seine Kräfte auf seine Hausmachtpolitik im heimi?schen Böhmen. Doch auch dort wuchs der Widerstand gegen ihn. Zunehmend verfiel der König in Lethargie und verweigerte seine Teilnahme an den Fürsten- und Städtetagen. Am 20. August 1400 wurde er daher von den rheinischen Kurfürsten in Lahnstein als „unnützer, träger, unachtsamer Entgliederer und unwürdiger Inhaber des Reichs“ abgesetzt und an seiner Stelle Pfalzgraf Ruprecht III. zum neuen König gewählt. Bis zu seinem Tod 1410 nahm Wenzel seine Absetzung nicht an, blieb aber fortan auf sein Königreich Böhmen beschränkt.





