Zu den herausragenden Objekten aus der Turiner Sammlung zählt beispielsweise die rund 3000 Jahre alte Statue des Pharaos Thutmosis I., der spektakuläre Sarkophag des altägyptischen Schreibers Butehamun, in dessen Inneren das sogenannte Mundöffnungsritual den Weg des Verstorbenen ins Diesseits beschreibt oder der nahezu vollständig erhaltene Fundkomplex aus dem Grab des Minhotep, dessen kunstvolle Beigaben von den meisterhaften Arbeiten der altägyptischen Werkstätten in Assiut zeugen.
Das Ausstellungsprojekt im Historischen Museum der Pfalz entsteht in enger Kooperation mit den Ägyptologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Freien Universität Berlin und des Ägyptischen Museums in Turin. Im Rahmen der Zusammenarbeit treten Ergebnisse der aktuellen Forschung und wertvolle Bestände des Museums aus früheren Grabungen erstmalig miteinander in einen Dialog.
Darüber hinaus gibt die Ausstellung Einblick in die vielfältige Geschichte der Ägyptologie mit großartigen Entdeckungen und kulturgeschichtlichen Erkenntnissen.
Zwischen 1799 und 1803 hatten französische Wissenschaftler während der napoleonischen Kriegsexpeditionen eine erste umfangreiche Bestandsaufnahme der ägyptischen Denkmäler geleistet. Die berühmteste Sammlung altägyptischer Zeugnisse kam 1824 mit mehr als 5.250 Exponaten, darunter 100 Statuen und 170 Papyri nach Turin. Seitdem ist der Bestand stetig gewachsen.
Im Prestel-Verlag erscheint zur Ausstellung eine umfangreiche Begleitpublikation mit mehr als 300 Farbabbildungen. Namhafte Autoren geben unter anderem einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
DAMALS begleitet die Ausstellung in seinem Märzheft mit einem Titelthema.





