Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Unsere Vision, die Museen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz in Saarbrücken mit zwei Schwerpunkten links und rechts der Saar neu zu ordnen und zu strukturieren, ist am Schlossplatz nun Realität geworden. Das Kreisständehaus wurde in den letzten Monaten aufwändig und liebevoll saniert. Ich freue mich, dass mit der Neueröffnung des Museums für Vor- und Frühgeschichte und der Alten Sammlung des Saarlandmuseums unsere kostbaren kulturhistorischen Exponate künftig modern und attraktiv präsentiert werden können. Ich wünsche mir, dass das Museum weit in unsere Region und darüber hinaus ausstrahlt und viele Menschen anzieht.“
Erstmals stehen alle Stockwerke des Gebäudes für Museumszwecke zur Verfügung. Fassaden, Dach, Fenster und weitere technische Anlagen wurden saniert oder erneuert und auf eine museale Nutzung nach modernen Standards eingerichtet. Diese architektonische Neugestaltung umfasst auch die Entfernung von späteren Einbauten und bietet großzügige, besucherfreundlich gestaltete Säle an. Eine moderne Besucherführung und Kunstvermittlung über Beschilderungen, Leitsystem und interaktive Informationssysteme werden dann ebenso zur Ausstattung gehören wie Audioguides und Führer in Buchform.
Im Museum für Vor- und Frühgeschichte wird der berühmte keltische Schatz des Fürstinnengrabs von Reinheim mit seinem kostbaren Schmuck und erlesenen Beigaben erstmals seit langer Zeit wieder komplett im Original zu sehen sein. Einen weiteren Schwerpunkt der Präsentation bilden die römischen Wandmalereien aus Mechern und zahlreiche wertvolle Funde aus der römischen Kaiserzeit, die einen Eindruck der damaligen Villenkultur bieten. Das breite Spektrum der Exponate vom steinzeitlichen Faustkeil bis hin zu den kunstvoll aus Gold und Edelsteinen gestalteten Scheibenfibeln der Merowingerzeit wird ständig durch Funde aktualisiert, die bei den jüngsten Ausgrabungen im Land zutage kommen.
Auch die Alte Sammlung des Saarlandmuseums wird erstmals auf solch umfassende Weise ihre Bestände zeigen können. Eine hochkarätige Gemäldegalerie von der Renaissance und dem Barock bis ins 19. Jahrhundert, die auch endlich über Jahre eingelagerte Werke und Neuerwerbungen einschließt, bildet den Mittelpunkt der Ausstellung.
Präsentiert werden überregional bedeutende Werke der niederländischen Landschaftsmalerei und des Stilllebens des 17. Jahrhunderts sowie wichtige Zeugnisse der Saarländischen und Saarbrücker Geschichte, wie etwa Porträts aus der Fürstenzeit.
Darüber hinaus können an die 300 Möbel, Skulpturen, Silberarbeiten und Porzellanobjekte in nie gesehener Fülle und Breite am historischen Ort bewundert werden.





