In den ersten Jahren nach der Besetzung der linksrheinischen Gebiete 1794 wechselten sich in rascher Folge häufig rivalisierende militärische und zivile Verwaltungen ab. Die Bevölkerung litt unter den hohen Kontributionen, die an Frankreich gezahlt werden mussten. Die Verwirklichung französischer Parolen wie „Liberté, Egalité, Fraternité“ oder „Krieg den Palästen und Friede den Hütten“ ließ auf sich warten.
Als Österreich im Frieden von Campoformio im Oktober 1797 alle linksrheinischen Gebiete in Geheimartikeln abtrat, begann der Neuaufbau der Verwaltung nach französischem Muster. 1798 wurde das Territorium in vier Departements unterteilt. Es entstanden im Norden das Rur-Departement mit der Hauptstadt Aachen, das Rhein-Mosel-Departement entlang der Rheingrenze mit der Hauptstadt Koblenz, das Saar-Departement im Südwesten mit Trier als Regierungssitz sowie das südöstlich angrenzende Donnersberg-Departement mit Mainz als Verwaltungszentrum. Aus den Rheinländern wurden so französische Staatsbürger.





