Aber auch weniger erfolgreiche Geschichten finden einen Weg in das Buch. Das Leben der Einwanderer war geprägt durch Krankheiten und Armut, aber auch der Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten zeichnete das Leben vieler junger deutscher Familien. Ein wichtiges Thema ist auch das alltägliche Leben der Einwanderer: Kirchen wurden gegründet, Brauereien und Gaststätten eröffnet. Im deutschen Turnverein oder im Männerchor fand man zueinander, die wichtigsten Ereignisse berichteten deutsche Zeitungen.
Aus den vielen Berichten und Briefen der Auswanderer erstellt der Autor ein lebendiges Bild von Reisevorbereitungen in der Heimat, von der gefahrenvollen Überfahrt, vom Neubeginn als „Lohnsklaven“ in der aufstrebenden Industrie oder als Siedler im Indianerland. Detailliert beschreibt Peter Gürth zahlreiche Geschichten einzelner Personen oder Familien. Belegt wird das Ganze noch mit Bildern und Zitaten.
Das Buch endet mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch wenn sich die Deutschen im Laufe der Zeit gut in die amerikanische Gesellschaft integrierten: Alle Menschen sind zu Beginn fast überall Fremde.
Rezension: Lena Pfizenmaier





