Kaiser Friedrich I. Barbarossa stand Pate, als der Name „Munichen“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Welfe Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und (seit 1156) von Bayern, ließ sich im 14. Juni 1158 im „Augsburger Schied“ vom Kaiser die zuvor bereits gewaltsam durchgesetzte Verlegung der Zollbrücke und des Marktrechts von „Feringa“ (Föhring) nach „Munichen“ bestätigen. Damit lenkte er die von Berchtesgaden kommenden Salzhändler über die Isarbrücke am Markt München, und sicherte sich eine sprudelnde Einnahmequelle. Mit dem Transithandel für Salz und Holz begann der Aufstieg als Umschlagplatz. München wurde 1255 zur Residenz der Wittelsbacher, die bis 1918 in Bayerns Hauptstadt den Ton angaben. Von politischer Teilhabe weitgehend ausgeschlossen, verlegte sich die Stadtgesellschaft – manche meinen: kompensatorisch – auf die spezielle Münchner Ausformung von Mythenbildung, Traditionspflege und Lokalpatriotismus.





