Am Samstag, den 2. Juli, um 18 Uhr startet „Halloween – Damals und heute“. Einen Tag später um dieselbe Uhrzeit geht es weiter mit „Thanksgiving – Damals und heute“.
Danach taucht der Zuschauer tief in die Eroberungsgeschichte Amerikas ein: Am Sonntag, den 3. Juli, um 20 Uhr läuft „Die Eroberung Amerikas: Der Nordosten“. Anhand von nachgestellten Spielszenen, Logbucheintragungen und Experten-Statements verfolgt der Zuschauer, wie der englische Seefahrer Henry Hudson bei seinen Schiffsreisen den Hudson River erforscht und somit den Weg zur Gründung New Yorks ebnet.
Beim Versuch, eine Nordostpassage vom Nordpolarmeer bis nach China zu finden, scheiterte Hudson zunächst. Das Schiff hatte die Barentssee aufgrund des Eises nicht durchqueren können. Um nicht gänzlich erfolglos zu seinen Geldgebern zurückzukehren, befahl Hudson die Fahrt nach Westen. An der amerikanischen Küste entlang, suchte Hudson nach einer fahrbaren Flussmündung. Am 11. September 1609 erreichte er die Bucht von New York. Als erster erforschte er den später nach ihm benannten Hudson-River. 1610 stach Hudson mit seinem Schiff „Discovery“ zu seiner letzten Reise in See. Diesmal war er auf der Suche nach einer Nordwestpassage. Oberhalb Neufundlands wollte er am nordamerikanischen Kontinent vorbei nach China segeln. Er passierte die später nach ihm benannte Hudsonstraße und wandte sich nach Süden. Erst später realisierte er, dass er sich nicht im Pazifik, sondern in einer Bucht befand. Diese wurde später zu seinen Ehren, Hudson Bay, genannt. Ab November saß sein Schiff im Eis fest, die Besatzung hatte mit einem Winter äußerster Entbehrungen und Kälte zu kämpfen. Missmut und Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft verstärkten sich und führten schließlich zur Meuterei. Am 23. Juni 1611 wurden Hudson, sein Sohn und die schwächsten Besatzungsmitglieder in einem kleinen Boot ausgesetzt und blieben danach verschollen. Von den verbliebenen Besatzungsmitgliedern erreichte nur ein verschwindend geringer Teil die englische Küste. „History“ fährt noch am selben Abend mit weiteren Folgen zu den Eroberungen des Südostens sowie des Südwestens Amerikas fort.
Am Montag, den 4. Juli, zeigt „History“ um 20 Uhr „Geheimnisse der Gründerväter“, ebenfalls eine deutsche Erstausstrahlung. In der 90-minütigen Dokumentation geht es um den Einfluss der Freimaurer auf die Geschichte der Vereinigten Staaten. In nachgestellten Spielszenen verfolgt der Zuschauer, wie Benjamin Franklin, amerikanischer Gründervater und Mitglied verschiedener Logen, sich in den Katakomben des englischen Hellfire Club’s mit Frauen vergnügt. Von ungewöhnlichen Sexpraktiken und dem Beginn der Pornografie ist dabei die Rede. Der Zusammenhang zwischen Franklins angeblichem Privatleben und seinen politischen Aktivitäten wird nicht deutlich. Völlig obskur wird die Sendung, als eine Gruppe von Geisterjägern die unterirdischen Katakomben nach elektromagnetischen Anomalien absucht und anhand von flackernden Lichtflecken die Existenz von Franklins Geist zu beweisen versucht. Bei der Dokumentation „Geheimnisse der Gründerväter“ handelt es sich nicht um eine auf historisch beweisbaren Fakten beruhende Geschichtsdokumentation, sondern um eine effekthaschende Form des Infotainments. Gerüchte und Verschwörungstheorien werden auf reißerische Weise präsentiert, etwa, wenn es heißt, es werde zum ersten Mal eine Leiche aus Franklins Keller im Fernsehen gezeigt.





