Anlässlich Schlüters 300. Todesjahres wird dem bedeutenden Künstler Berlins damit die erste umfassende Ausstellung überhaupt gewidmet. Die insgesamt 230 Objekte – Skulpturen, Gemälde, Graphik sowie Bauplastik und kunstgewerbliche Arbeiten – lassen das barocke, inzwischen verloren gegangene Zentrum Berlins wiedererstehen. Schlüters Werke treten dabei in einen spannungsvollen Dialog mit denen seiner italienischen und französischen Vorbilder wie Gian Lorenzo Bernini oder François Girardon. Darüber hinaus besitzt die Ausstellung auch durch den Wiederaufbau des einst nach Schlüters Plänen errichteten Berliner Schlosses besondere Aktualität.
Über die gesamte Ausstellungsdauer bietet das Bode-Museum einen anschaulichen Einblick in die Bildhauerkunst: Auf der Ausbuchtung der Monbijou-Brücke, vis-à-vis des Museumseingangs, arbeitet ein Bildhauer der Schlosswerkstatt am Fassadenschmuck des zukünftigen Schlosses. Der Besucher gewinnt damit einen lebendigen Eindruck von diesem künstlerischen Handwerk, das sich seit Schlüters Zeiten kaum verändert hat. Ein Stadtführer, der ebenso wie der Ausstellungskatalog im Hirmer Verlag erschienen ist, stellt die Orte in und um Berlin mit Schlüters Werken vor: In der Mitte Berlins beeindruckt Schlüters Fassadenschmuck am Zeughaus, gegenüber der Museumsinsel befindet sich die Schlossbaustelle mit der Musterfassade nach Schlüter und vor dem Charlottenburger Schloss steht heute das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Schlüters Meisterwerk.





