Um das Jahr 500 war Gaza – heute ein Brennpunkt des Nahostkonflikts – eine blühende Hafenstadt, über die Wein in den gesamten Mittelmeerraum gehandelt wurde. Dieser Wein stammte vor allem aus der Negev. In dieser Wüstenregion entstand im 5./6. Jahrhundert eine Reihe von Dörfern, die von zeitweilig günstigeren Niederschlagsbedingungen profitierten, es aber insbesondere verstanden, die immer noch geringen Regenmengen effizient zur Bewässerung zu nutzen. Zusätzlich wurde die Bodenfruchtbarkeit durch den Einsatz des Dungs von Tauben (die hier in großer Zahl gezüchtet wurden) gesteigert.
Wein wurde neben den Grundnahrungsmitteln Getreide und Olive zwar fast überall rund ums Mittelmeer angebaut, aber für besonders erlesene Tropfen wie jenen aus der Negev zahlten wohlhabende Konsumenten hohe Preise.





