Da es zunächst schwierig war, den technologischen Vorsprung englischer Werften aufzuholen, halfen staatliche Subventionen, die Anfangsjahre zu überstehen. Die großen deutschen Reedereien erhielten Vergünstigungen, wenn sie auf bestimmten Linien inländisch gebaute Schiffe betrieben. Die Auftraggeber für die immer moderner werdenden Fracht- und Fahrgastschiffe der beiden Konstrukteure stammten so fast ausschließlich aus Hamburg oder Bremen. Mit der Neufassung der Flottengesetzgebung trat auch die kaiserliche Ma‧rine als wichtiger Kunde auf. Blohm &Voss, die Werft mit der größten Dockkapazität in Europa, baute im Verlauf des Ersten Weltkriegs vor allem U-Boote.
In den 1920er Jahren gelang Blohm &Voss die nicht unproblematische Umstellung auf den zivilen Schiffsbau, bis man im Dienst der nationalsozialistischen Rüstungspolitik die militärischen Produktionskapazitäten erneut erweiterte. Anfang 1945 hatte die Werft einen Höchststand an Arbeitskräften zu verzeichnen – darunter Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Nach völliger Demontage und Wiederaufstieg in den Boomjahren der Nachkriegszeit holte Blohm &Voss die Werftenkrise der 1980er und 90er Jahre ein. Heute gehört die Werft zum Konzern ThyssenKrupp.





