Tatsächlich hatte es sich aber offenbar um eine Verzweiflungstat ohne viele Helfer gehandelt. Wenn man späteren Quellen glaubt, dann war das Ziel nicht einmal die Errichtung einer demokratischen Ordnung, sondern wohl eine private Angelegenheit. Zwischen dem älteren Aristogeiton und dem jungen Harmodios bestand eine päderastische Liebesbeziehung. Begehrlichkeiten des Hipparchos gegenüber Harmodois führten zu tragischen Verwicklungen. Zurückweisung, Demütigung, Hass – diese Spirale entfesselter Leidenschaften kostete drei der Beteiligten das Leben, aber Hippias nicht die Macht. Alexander der Große holte schließlich die geraubte „Tyrannenmörder-Gruppe“ wieder nach Athen.





