Die neue Zollgrenze – mehr war es im Alltag nicht – wurde durch ein Steinfundament und eine Rasensodenmauer sichtbar gemacht. Die Anlage mit Wachtürmen und Kastellen errichteten die Römer in Rekordzeit zwischen 142 und 144 n. Chr. Die dahinterstehende Infrastruktur folgte in den nächsten zwölf Jahren. Kurz danach wurde der Antoninus-Wall aber schon wieder aufgegeben. Der Nachfolger des Antoninus Pius, Mark Aurel, hatte es nicht nötig, militärische Erfolge vorzugaukeln. Die Barbareneinfälle an der Donau verlangten nach allen verfügbaren Soldaten, und der neue Wall in Britanniens Norden wurde bau‧fällig. Es schien daher sinnvoller, den südlichen Wall wieder in Betrieb zu nehmen.





