„Stephan Seidlmayer befördert durch seine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit den kulturhistorischen Dialog zwischen Deutschland und Ägypten“, so Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. „Gerade in politisch schwieriger Zeit leisten er und seine Kollegen am Deutschen Archäologischen Institut in Kairo wesentliche Beiträge für den internationalen akademischen Austausch – und damit auch für das immer wichtiger werdende Feld der ‚Außenwissenschaftspolitik‘.“
Seidlmayer, geboren 1957 in Würzburg, studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Alte Geschichte in Würzburg und Heidelberg. 1986 promovierte er in Heidelberg; 1994 habilitierte er sich für das Fach Ägyptologie an der Freien Universität Berlin. Nach Stationen an der Universität Heidelberg und als Arbeitsstellenleiter am Projekt „Altägyptisches Wörterbuch“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nahm er 2003 eine hauptamtliche Professur für Ägyptologie an der Freien Universität Berlin an. Seit 2009 leitet er die Abteilung Kairo des Deutschen Archäologischen Instituts.
Die Gerda Henkel Stiftung wurde im Juni 1976 von Frau Lisa Maskell zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft durch fachlich und zeitlich begrenzte Forschungsprojekte der Historischen Geisteswissenschaften. Die Stiftung ist in Deutschland und auch international tätig und hat seit ihrer Gründung weltweit rund 6.000 Forschungsprojekte der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und der Kunstgeschichte mit über 120 Millionen Euro unterstützt. Seit 2006 wird der Gerda Henkel Preis in einem Turnus von zwei Jahren an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die herausragende Forschungsleistungen erbracht haben und weitere erwarten lassen.





