Das Stadtmuseum Simeonstift und das Rheinische Landesmuseum Trier widmen sich dieser Problematik in zwei umfangreichen Ausstellungen unter dem Titel „Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“ und geben einen Überblick über die Entwicklung und Rolle der Bedürftigen in der europäischen Geschichte. Neben griechisch-römischen Skulpturen sowie mittelalterlicher Tafelmalerei werden Druckgrafiken und Objekte der Gegenwartskunst ausgestellt. Mit mehr als 170 Exponaten aus über 40 europäischen Museen wird den Besuchern ein Blick auf die Armut von der Antike bis zur Neuzeit präsentiert. Die Konzeption dieser Ausstellungen wurde in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“ der Universität Trier erarbeitet, der seit 2002 die verschiedenen Umgangsformen mit Fremden und Armen in unterschiedlichen Gesellschaften erforscht. Erste Teilergebnisse des fächer- als auch epochenübergreifenden Forschungsprojekts sind nun in die Ausstellungen eingeflossen.
Vom 10. April bis zum 31. Juli 2011 sind im Stadtmuseum Simeonstift diverse Werke aus dem Mittelalter, Barock und der Gegenwart zu sehen. In der gleichen Zeit konzentriert sich das Rheinische Landesmuseum Trier auf Exponate der Antike. Diese beiden Ausstellungen werden durch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm ergänzt. Neben einer Vortragsreihe wird es unter anderem Theateraufführungen, Musikdarbietungen und Exkursionen mit mehr als 80 Einzelveranstaltungen geben.





