Im Jahr 480 v. Chr. setzte sich von Persien aus eine gewaltige Streitmacht in Richtung Griechenland in Bewegung. König Xerxes hatte Truppen aus allen Teilen seines riesigen Herrschaftsgebietes zusammengezogen, um das zu erreichen, was seinem Vater Dareios nicht geglückt war: die Unterwerfung der Griechen und ihre Eingliederung in das Perserreich. Besonders mit dem demokratischen Athen galt es eine offene Rechnung zu begleichen, denn die Athener waren es gewesen, die gemeinsam mit den Kämpfern der Stadt Eretria von der Insel Euböa den Aufstand der ionischen Griechen unterstützt und die den ersten persischen Vergeltungsschlag bei Marathon bereits kraftvoll pariert hatten.
Als Xerxes seine Gefolgsleute um sich versammelte, war unter seinen Flotten‧führern auch die karische Königin Artemisia. Karien, im Südwesten Kleinasiens gelegen, war Teil des Perserreichs. Es beherbergte zahlreiche dorische Griechen, und Artemisia selbst stammte väterlicherseits aus dem griechischen Halikarnassos. Diese Herkunft hatte sie mit dem Geschichtsschreiber Herodot gemeinsam, der später die Geschichte des Perserkrieges in seinen berühmten „Historien“ niederschrieb. Sein Bericht über Artemisia ist es auch, der die karische Königin als historische Persönlichkeit unvergessen machte. …
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David Neuhäuser





