In der Auseinandersetzung zwischen Makedonien und Rom im 3. Jahrhundert hatte Ägina sich auf die falsche, die makedonische Seite geschlagen. 210 v. Chr. eroberte Publius Sulpicius Galba die Insel und ließ sie den Zorn Roms spüren. Die Römer plünderten den Ort und versklavten zahlreiche Einwohner. Für die Stadt und das Land hatten sie keine Verwendung, sie schenkten es ihren Verbündeten, den Ätolern. Die beschlossen, rasch Profit daraus zu schlagen, und boten es im selben Jahr Attalos II., König von Pergamon, an. Für die Summe von 30 Talenten verleibte Attalos Ägina seinem Reich ein. Soviel wir wissen, nutzte er die Insel als Urlaubsort. Drei Winter verbrachte er hier und stiftete neue Bauten. Doch Äginas große Zeit war endgültig vorbei. Als das Reich von Pergamon 133 v. Chr. testamentarisch an Rom überging, umfasste dieses Erbe auch Ägina. Weder wirtschaftlich noch kulturell gewann die Insel je wieder an Bedeutung.





