Neue Daten für die Forschung
Nach seiner Fertigstellung sollen bei Fahrten auf der Mosel mit modernster Technik die Leistungsdaten des Schiffes erfasst werden, Daten, die es so bisher nicht gibt. „Diese Ergebnisse können als Grundlage weitergehender Forschungen dienen, die nicht nur den römischen Seehandel, sondern vielmehr auch Grundfragen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte tangieren”, sagt der Projektleiter, Althistoriker Christoph Schäfer. Der in einem antiken Sinne schon global zu nennende Handel der Römer ist dank der Forschung der letzten Jahrzehnte allgemein recht gut zu fassen. Dagegen sind wichtige Fragen in Bezug auf den Seehandel, der um ein Vielfaches kosteneffizienter war als der Transport von Waren über Land, immer noch ungeklärt.
Enge Einbindung der Studenten
Kommilitonen der Universität und freiwillige Helfer bauen nun das Schiff unter Anleitung eines erfahrenen Bootsbaumeisters, der schon an drei von Schäfer geleiteten Rekonstruktionen römischer Militärschiffe beteiligt war. Zuvor erstellten Maschinenbaustudenten der Hochschule Trier eine digitale 3D-Rekonstruktion, die als Grundlage des Nachbaus dient.
Das Projekt unter dem Titel „Potential und Intensität des römischen Seehandels unter besonderer Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit eines rekonstruierten seegängigen Handelsschiffes” wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.





