Hölzels ebenso fortschrittlicher wie erfrischend undogmatischer Unterricht zog junge Künstler aus Nah und Fern an – darunter sieben talentierte Schweizer Maler, die selbst Kunstgeschichte schreiben sollten. Martha Cunz, Hans Brühlmann, Louis Moilliet, Alfred Heinrich Pellegrini, Otto Meyer-Amden, Johannes Itten und Camille Graeser setzten sich, jeder auf seine spezifische Weise, mit Hölzels Vorbild auseinander.
Die Ausstellung in der Städtischen Wessenberg-Galerie in Konstanz, die erstmals Adolf Hölzels Bedeutung für die Schweizer Kunst thematisiert, macht in einer spannungsvollen Gegenüberstellung die künstlerischen Beziehungen zwischen Hölzel und seinen sieben Schweizer Schülern sichtbar. Je nach Temperament und Begabungen griffen diese die empfangenen Impulse auf, deuteten sie strukturell oder weltanschaulich um, um schlieβlich zu autonomen gestalterischen Lösungen zu finden. Mit ihrer eigenen Kunst und Lehre sollten die sieben Maler ihrerseits zu Wegbereitern der Moderne in der Schweiz werden.
Parallel zur Konstanzer Ausstellung zeigt das Kunstmuseum Engen „Die deutsche Avantgarde um Adolf Hölzel“.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.





