1710 gründete Francke mit dem preußischen Freiherrn Carl Hildebrand von Canstein die Cansteinsche Bibelanstalt, die bis ins 20. Jahrhundert hin-ein Bibeln in alle Welt lieferte. Die Bibel, so die Überzeugung der Pietisten, sollte zum Volks- und Familienbuch werden. Eine Kabinettausstellung zum 300. Jubiläum der Gründung zeigt noch bis zum 6. Juni den eindrucks‧vollen Beitrag der Cansteinschen Bibelanstalt zur Popularisierung der Heiligen Schrift: Sogar die erste in Amerika gedruckte Bibel, die Saur-Bibel, geht auf die Canstein-Bibel zurück. Zu sehen ist auch die 1720 in Halle herausgegebene „Biblia hebraica“, ein philologisches und drucktechnisches Meisterwerk.





