Er machte sich zum Anführer eines wütenden Mobs, den er am 2. Juni 1780 in Richtung der Houses of Parliament führte. Er wollte eine Petition für die Rücknahme des Gesetzes überreichen. Etwa 50 000 Menschen schlossen sich ihm an, und nicht wenige von ihnen waren gewaltbereit. Aus der Demonstration wurde ein Aufstand, in dem sich nicht nur antikatholische, sondern auch soziale Spannungen entluden. Katholiken wurden überfallen, ihre Häuser, Kirchen und Kapellen geplündert und zerstört. Aber auch die Bank of England und das Newgate-Gefängnis wurden zum Ziel der Aufständischen. Nach drei Tagen schritt die Armee ein, der es nur mit Mühe gelang, die Lage zu beruhigen. Die Bilanz: 285 Tote und etwa 200 Verwundete sowie ein Imageverlust Großbritanniens insbesondere im katholischen Ausland. Lord Gordon, Namensgeber des Aufstands, kam ungeschoren davon.





