In zahlreichen Ausgrabungskampagnen konnten Grabstätten und Siedlungsreste aus allen vor- und frühgeschichtlichen Epochen untersucht werden. Unter ihnen sind auch weit über die Grenzen Friedbergs hinweg bekannte Fundkomplexe wie die römische Villa „am Fladerlach“, der Wohnsitz eines ranghohen Beamten aus der nahen Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum, oder die kleine Adelsnekropole aus dem frühen Mittelalter mit ihrem kostbar ausgestatteten Mädchengrab. Insbesondere das byzantinische Pektoralkreuz des Mädchens stellt ein in Mitteleuropa einzigartiges Fundobjekt dar.
Das 40-jährige Jubiläum der ersten Entdeckungen im Jahr 2012 soll Anlass sein, die Ausgrabungen im Rahmen einer Sonderausstellung vom 29. März bis zum 30. September im Wittelsbacher Schloss in Friedberg zu präsentieren. Viele der Entdeckungen und Funde der letzten Jahre wurden noch nie der Öffentlichkeit vorgestellt und „schlummern“ noch in Museumsdepots. Dank der Zusage der Archäologischen Staatssammlung in München wird es möglich sein, die bedeutenden Funde aus der frühmittelalterlichen Adelsnekropole im Original zu zeigen. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist der frühbronzezeitliche Hortfund aus Friedberg-Haberskirch, dessen 34 Einzelstücke unter anderem aus dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin ausgeliehen und damit erstmals seit dem 19. Jahrhundert wieder vereint werden.
Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung gilt Kindern, die über Kinderstationen zur aktiven Erkundung der Vergangenheit angeregt werden sollen.





