Im 4. Jahrhundert entwickelt, erlebte die Vorstellung von den Todsünden im Mittelalter einen enormen Aufschwung und wurde zu einer moralischen Grundlage von kirchlicher Lehre und weltlichem Gesetz. Doch auch in den folgenden Epochen behielt sie ihre Geltung. Künstler aller Zeiten fühlten sich durch das Konzept angeregt und stellten die Todsünden in einprägsamen, zeittypischen Bildformeln dar. Etwa 300 Exponate – archäo‧logische Funde, Handschriften, Gemälde und zahlreiche Alltagsobjekte aus 15 Jahrhunderten – zeichnen ein lebendiges Bild der menschlichen Schwächen und Tugenden bis in die Gegenwart.





