Im Jahr 2008 erlebte der Barocke Opernsommer Sanssouci seine erste Spielzeit und hat sich auf Anhieb und dauerhaft beim Publikum etabliert. Das ausgeprägte Interesse der Besucher am Bühnengeschehen zur Zeit Friedrichs II. hat die Veranstalter bewogen, das Programm 2011 inhaltlich zu erweitern. Im traditionsreichen Schlosstheater des Neuen Palais im Park Sanssouci laden in 2011 gleich drei Produktionen dazu ein, historisches Bühnengeschehen kennenzulernen – heiter, furios und in barocker Lebensart.
So bietet der Barocke Theatersommer Sanssouci sowohl ein szenisches Konzert, das einer Primadonna Friedrichs II. gewidmet ist, als auch ein bunt inszeniertes ländliches Theaterfest. Erstmals haben mit der Produktion “THEATRUM MUNDI” auch sehr junge Darsteller die Möglichkeit, ihr Verständnis von barockem Theatertreiben auf die Bühne zu bringen – eine Veranstaltung, die besonders für Familien geeignet ist.
La fête champêtre – Ein Theaterfest auf dem Land Musikalisch-szenisches Bühnenstück mit Puppenspiel, Pantomime, Barocktanz und Gesang
Die französische Mode, höfische Feste “ländlich” zu feiern, verbreitete sich im 18. Jahrhundert schnell in ganz Europa. Auf der Bühne des Schlosstheaters erwartet die Gäste daher ein ebensolches Fest, mit Musik, Tanz und Jahrmarktstheater.
Ein Puppenspieler bringt den Platz mit derben Komödien zum Lachen, ein fahrender Sänger gibt Lieder und groteske Historien zum Besten. Die reisende Geigerin Frau Orchester mit ihren Musikanten, Maskenspieler der Comédie italienne, eine tanzfreudige Gesellschaft junger höfischer Herren und Damen – sie alle spielen auf für ein Fest voller Lebensfreude und Heiterkeit.
Termine: Premiere: 13. Mai, 19 Uhr weitere Vorstellungen: 15. Mai, 16 Uhr/ 21. Mai, 19 Uhr/ 22. Mai, 16 Uhr/ 4. September, 16 Uhr/ 10. September, 19 Uhr/ Vorprogramm zu “La fête champêtre”: Theater im Freien Beginn jeweils 90 Min. vor der Aufführung Eine Führung im Park Sanssouci stimmt die Besucher auf das barocke Theaterfest im Schlosstheater ein. Mit dem “Gartensalon” und dem wieder entstehenden Heckentheater lernen die Besucher zwei wenig bekannte Theaterschauplätze des friderizianischen Rokoko kennen und erfahren von der Lust der Zeitgenossen an Theaterfesten unter freiem Himmel. Der Spaziergang endet in der Marquis d’Argens Wohnung im Neuen Palais mit Pasticcio und Prosecco.
LA MARA – Die Primadonna Szenisches Konzert
Um 1800 galt sie als die größte Sängerin, die Deutschland je hergebracht hat: Gertrud Elisabeth Mara, geb. Schmeling. Ihr bewegtes Leben glich einer Opera seria. Goethe umschwärmte die Sängerin mit euphorischen Gedichten. Um 1771 stieg sie zur gefeierten wie berüchtigten Primadonna in Berlin und Potsdam auf. In einem inszenierten musikalischen Programm sind die “Mara” und ihre Bühnenpartner in furiosen und anrührenden Partien ihrer Laufbahn zu erleben, flankiert von zeitgenössischen Texten und pantomimischen Spielszenen.





